Professkerzen

Schweizer besuchten Don Bosco

Veröffentlicht am: 08. Juni 2015

Am Auffahrtsmorgen (Christi Himmelfahrt), 14.Mai 2015 sammelte der Bus des Unternehmen „Gast Reisen“ 22 Personen ein, die sich auf die Suche nach den Spuren von Don Bosco begeben wollten. Das erste Ziel war Annecy, wo wir die Basilika des heiligen Franz von Sales besuchten, der ein grosses Vorbild von Don Bosco war. Gestärkt mit einem Mittagsmahl ging die Fahrt weiter, begleitet mit Gebeten, Liedern und vorlesen passender Vorkommnisse aus dem Leben Don Boscos  Richtung Turin Avigliana, wo wir gegen Abend im „Sanctuaria Madonna dei Laghi“ gesund eintrafen. Das Gästehaus mit Kirche und Kapelle, geführt von Salesianern, liegt idyllisch an einem See, umgeben von Bergen. Eine heilige Messe in der Kapelle und Nachtessen schlossen den ersten Tag ab.

Am Freitag hatte unsere Gruppe die Möglichkeit, das Grabtuch Jesu in Turin zu besichtigen, das in diesem Jahr öffentlich ausgestellt wird. Ein eindrückliches Erlebnis! Im Anschluss daran fuhren wir auf den Colle Don Bosco, wo Johannes Bosco seine Kinder- und Jugendjahre verbrachte. Wir besuchten verschiedene Orte, wie das Elternhaus , die Mama Margareta Statue, feierten heilige Messe in der Maria-Hilf-Kirche, die zum 100. Geburtstag von Don Bosco errichtet wurde (vis à vis des Elternhauses), erklommen den Hügel mit der Don Bosco Kirche (Tempio di Don Bosco). Diese große, eindrückliche Kirche (110m lang und mit 80 m hoher  Kuppel)wurde zu Ehren Don Boscos in den Jahren 1961 bis 1965 erbaut und 1984 abgeschlossen und später noch ganz mit Holz verkleidet (Innenraum). Die Statue des Auferstandenen Christus im Chorraum misst 8 m! Jährlich besuchen tausende von jungen Menschen diesen Ort, um sich an den Heiligen und seine Taten und Werke zu erinnern. 

Auch am Samstag hieß es wieder früh aus dem warmen Bett zu steigen. Auf dem Programm stand ein Besuch in Turin Valdocco mit seinen verschiedenen Kirchen. In Valdocco gründete Don Bosco 1859 den Salesianerorden und hier entwickelte sich seine Heiligkeit bis zu seinem Tod am 31. Januar 1888. Wir hörten viel von seinen Träumen und Visionen, wir sahen aber auch die Realität, den ehemaligen „Pinardi-Schuppen“, in dem alles angefangen hat, dann die Kirche des Franz von Sales und zu Ehren der Mutter Maria die Basilika „Maria Hilfe der Christen“, die 1868 geweiht wurde. Wir besuchten das ehemalige Wohnhaus, das heute ein Museum ist und voller Schätze steckt. Allein schon die vielen Schriften, die Don Bosco verfasste, sind erstaunlich! Und immer waren da seine Buben, zu denen er schaute, denen er Vater war, Ernährer, Lehrer, Vorbild war. Und viele von ihnen folgten seinem Beispiel und trugen den Glauben und die Lehre in die ganze Welt hinaus. Bis heute besteht diese Vereinigung der Salesianer Don Boscos, bis heute wird auf der ganzen Welt Gutes getan, sei es im Gebet oder in der Tat. 

Am Sonntag begann der Tag mit einer Messe in der Kapelle. Nach dem anschließenden Frühstück wurde die Rückreise angetreten, diesmal ging es in Richtung Aosta. Dort angekommen besichtigten wir den Kreuzgang der Stiftskirche St. Petrus und Paulus im Stadtviertel Sant‘ Orso. Der ursprünglich romanische Bau geht fast sicher auf das Jahr 1133 zurück, besonders eindrücklich sind die aus Marmor gefertigten Kapitelle, die symbolischen Szenen aus dem alten und neuen Testament, aus dem Leben des heiligen Orsus, Figuren und fantastische Tiere darstellen, sowie dekorative Elemente. Als Zusammenfassung sahen wir die DVD „der Seiltänzer“.  Für unsere kleine Gruppe war diese Wallfahrt ein eindrückliches Erlebnis, das noch lange nachhalten wird! Dank der einfühlsamen geistlichen Führung durch Pater Thomas Kemmler SDB, dem still im Hintergrund arbeitenden Organisator Heinrich Kemmler SMDB und dem geduldigen, kompetenten Chauffeur Philipp, die uns sicher nach Turin und durch die schöne Landschaft des Aostatals wieder nach Hause brachten…

Mehr Fotos von der Fahrt hier (als pdf)

Text:  Elsbeth Rüthy-Bögli
Fotos: Rösli Arnold

Der heilige Johannes Bosco
Johannes-Bosco

Johannes Bosco wurde am 16. August 1815 in der Nähe von Turin geboren. Sein berühmtes Zitat: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" spiegelt die für ihn und seine erzieherische Tätigkeit kennzeichnende Grundhaltung [...]

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Schon Mitte des vorletzten Jahrhunderts erkannte Don Bosco die Bedeutung und Würde der Laien. Er bezog zahlreiche Frauen, darunter auch seine Mutter Margareta, und Männer als Lehrer, Ausbilder und Erzieher in sein Jugendwerk ein. Daraus erwuchs seine Idee des „Salesianers in der Welt“, der heutigen Salesianische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Don Boscos (SMDB).

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