Professkerzen

Deutsch-französisches Treffen

Veröffentlicht am: 08. Juni 2015

 

4. Deutsch-Französisches Treffen der SMDB in Straßburg

70 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges (8. Mai 1945), haben 33 Salesianische Mitarbeiter und Don Boscofreunde aus Frankreich und Deutschland drei Tage der Freundschaft, der salesianischen Freude, des Austauschs, der Spiritualität zum Thema „Der Glaube verbindet“erlebt. Dieses Treffen, von Marie José Kandel SMDB aus dem Ortszentrum Mulhouse und Hermann Zöller SMDB aus dem Ortszentrum Mannheim organisiert, war eine besondere Begebenheit im Jahr der Festlichkeiten zum 200jährigen Geburtstag von Don Bosco.

Freitag 8. Mai 2015

Der Tag stand unter dem Thema „1000 Jahre Straßburger Münster“ und  „Unser Glaube verbindet uns mit allen Christen“. Wir hatten die Ehre Monseigneur Jean-Pierre Grallet, Erzbischof von Straßburg zu Beginn unseres Treffens zu empfangen. Mit Begeisterung sprach er vom Münster der Lieben Frau, die ein Straßburger Kleinod ist, ein hervorragendes Monument, das die Bewunderung aller Besucher hervorruft. Mit Humor bezeichnete sich Monseigneur Grallet als den „Verlobten einer alten und grossen Dame, die von vielen Bewerbern umworben ist“. Monseigneur Grallet zitierte uns die Worte von Papst Franziskus zum geweihten Leben und zog dabei eine Parallele zum Münster: Mit Dankbarkeit die Vergangenheit anschauen - Die Gegenwart mit der Vergangenheit leben - Die Zukunft mit Hoffnung umarmen.„Die Vergangenheit sind die 1000 Jahre. Danken wir für diese 1000 Jahre der Freude, der Gnade, des christlichen Wohlseins.“

 

Samstag, 9. Mai 2015 

Wir hörten einen Vortrag von Pater Joseph Enger (ehemaliger Provinzial von Frankreich-Belgien) zum Thema  „Zweihundertjahrfeier der Geburt Don Boscos. Wir leben unseren Glauben im salesianischen Geist“. Nach dem Vortrag wurden in Gruppen Überlegungen zu den Worten von Pater Enger ausgearbeitet, die dann im Plenum zusammengefasst wurden mit der Betonung der drei Dimensionen des Salesianischen Mitarbeiters:

-       Mystische Dimension, Gebet 
-       Prophetische Dimension
-       Dimension des Dienstes in einer brüderlichen Gemeinschaft. Die Brüderlichkeit führt mich zum Anderen. Wichtigkeit des Zuhörens und des Gebetes.

Das Apostolische Lebensprojekt der Vereinigung der Salesianischen Mitarbeiter ist ein großer spiritueller Reichtum und soll für uns ein „Buch des Lebens“ sein.

Am Samstagnachmittag war Münsterbesichtigung unter der Führung von François Muller. Wir konnten so dieses pure Kunstwerk entdecken: Der Narthex, die Orgel, den Predigtstuhl (für Prediger Johann Geiler errichtet), die Kapelle St. Laurent, den Ölberg und das Baptisterium, den Chor und den Altar, den Engelpfeiler und die astronomische Uhr, die ein Kunstwerk der Renaissance ist, das Resultat der Zusammenarbeit von Mathematikern, Technikern, Schweizer Uhrmachern, Bildhauern, Malern und Schöpfern von Automaten. Der begeisterte und begeisternde Führer ließ niemanden gleichgültig vor diesem Kunstwerk. Der Tag ging mit einem gemütlichen Abend zu Ende. Spiele, Gesang und lokale Produkte erfreuten Herz und Seele.

 

Sonntag, 10. Mai 2015 

 Marie-José Kandel und Hermann Zöller sowie Pater Enger gestalteten den Tag zu: „10 Jahre deutsch-französische Treffen. - Wir leben unseren Glauben in der Freundschaft und im Geiste der salesianischen Familie.“ Pater Enger stellte uns das Projekt Europa der Salesianer aus Frankreich-Belgien vor. Dazu gab es diese Gedanken:
Der salesianische Geist ist kein vergebliches Wort.  Don Bosco wollte einen Familiengeist.
Bei Geschwistern muss man sich akzeptieren und das Positive in seinem Unterschied sehen.
Das salesianische Charisma ist durchaus zutreffend in unserer aktuellen Welt. In Frankreich liest man oft das Wort „wohlwollend“ in den offiziellen Texten des Erziehungsministeriums. (amorevolezza von Don Bosco).
Wir stellen auch fest, dass das Evangelium in unserer Welt erwartet wird.
Die Brüderlichkeit ist ein christliches Konzept (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit).
Werden wir immer mehr christlich! Auch wenn wir das Evangelium nicht aufzuerlegen  haben, so haben wir es vorzuschlagen, geduldig zu sein und es so anstellen, dass die Nächststehenden uns aufnehmen. Gegenüber Jugendlichen sagen : „Ich schlage dir vor - .. nicht auferlegen.“. Für  Don Bosco ist das Schlüsselwort,  den Jugendlichen, den Leuten nahe zu sein, um sie zu evangelisieren. Die Botschaft des Papstes Franziskus ist auch in diesem Sinne.

Nach diesem Austausch wurde jeder eingeladen mit einem Wort auszudrücken, welcher Reichtum es für ihn ist, der salesianischen Familie anzugehören. (brainstorming). Die angegebenen Worte:
Wertschätzung - Geistige Leitung - Verbundenheit - Großes Los - Gleiche Wurzeln -Brüderlichkeit  - Freude bringend - Zusammenarbeit - Gemeinschaft - Gleiches Ziel -Einstellung - Heimat - Unterstützung - Anerkennung des Nächsten – Geschmack -  Würze – Gemeinsame Aufgabe

Wir feierten die heilige Messe zweisprachig mit Pater Enger. Diese Messe, während der wir unser Verspechen als SMDB erneuert haben, war ein sehr tiefgehender Moment und ein Sich-näher-kommen unserer zwei Länder und unserer Kulturen. Jeder hatte in seinem Innersten nur einen Wunsch: Sich bald wiederzusehen und gemeinsam Brüderlichkeit im Geiste und in der Freude des heiligen Johannes Bosco zu leben. 

BRAVO und DANKE an Pater Joseph Enger und die beiden Organisatoren des Treffens Hermann Zöller aus Mannheim und Marie-José Kandel aus Riedisheim.

 

 

15d-f2 - Kopie

Pater Joseph Enger SDB (Mitte) mit den Teilnehmern, die beim Gottesdienst ihr Versprechen erneuert haben.


 

Der heilige Johannes Bosco
Johannes-Bosco

Johannes Bosco wurde am 16. August 1815 in der Nähe von Turin geboren. Sein berühmtes Zitat: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" spiegelt die für ihn und seine erzieherische Tätigkeit kennzeichnende Grundhaltung [...]

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Schon Mitte des vorletzten Jahrhunderts erkannte Don Bosco die Bedeutung und Würde der Laien. Er bezog zahlreiche Frauen, darunter auch seine Mutter Margareta, und Männer als Lehrer, Ausbilder und Erzieher in sein Jugendwerk ein. Daraus erwuchs seine Idee des „Salesianers in der Welt“, der heutigen Salesianische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Don Boscos (SMDB).

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