Professkerzen

Exerzitien in Kevelaer

Veröffentlicht am: 22. Mai 2017

„ Eine Familie, Meine Familie“

 

Vom 23. bis zum 26. März 2017 fanden die alljährlichen Exerzitien der Don Bosco Familie in Kevelaer statt. Unter der Leitung von Sr. Rita Beier, FMA und P. Anton Dötsch fanden sich 26 Mitglieder der Don Bosco Familie ein. Unter dem Thema „Eine Familie, Meine Familie“ wollten wir uns durch die Tage führen lassen. Nach Begrüßung, Zimmerbelegung und Abendessen fanden wir uns zur Eucharistiefeier und anschließender Einführung in die Exerzitien ein.

 

Klare Strukturen wurden festgelegt:

Morgenlob, Frühstück, Impuls, Stille, Eucharistische Anbetung, Stille, Mittag, freie Zeit, Beichtgespräch o. Gespräch in kleinen Gruppen, Kaffee, Impuls, Stille, Eucharistiefeier, Abendessen, Abendgebet.

 

Die Menschheitsfamilie von Gott ins Dasein geliebt

Erster Impuls: Der Mensch – von Gott „ins Dasein geliebt“

„Gott hatte Sehnsucht nach Wesen, die gemeinsam mit ihm lieben.“ (Joh. Duns Scotus)

Gleich am Anfang der Bibel lesen wir von der Erschaffung der Welt (Buch Genesis) von Gottes Schöpfertätigkeit. Am letzten Schöpfungstag – erschafft Gott den Menschen, Ihm ähnlich.

Ein Bibelwort: Gen. 1,26-28.31

 

Ein Gebet: Du bist wertvoll in meinen Augen.

Dein Name ist eingeschrieben in meine Hände.

Ich behüte Dich wie meinen Augapfel

Ich schütze dich mit meinen Flügeln. Fürchte dich nicht.

Ich bin deine Zuflucht. Hab keine Angst.

Ich liebe dich mit einem Herzen, das größer ist als das Weltall.

Ich habe dich geschaffen und mit Freude deinen Namen ausgesprochen.

Ich denke an dich mit unermesslicher Zuneigung.

Ich erinnere mich immer an dich;

unauslöschlich bist du meinem Gedächtnis eingeprägt.

Ich bin mit dir. Du hast nichts zu fürchten. Ich lasse dich nie.

(Aus: Padre Nicola, O Dio tu mi desidere, San Paolo, Mailand 1995, Übers.: Sr. R. Breuer, FMA)

 

Mit zwei Fragen ging es in die Stille.

  • Was heißt für mich, ein „Abbild Gottes“ zu sein?
  • Welche Aussage im Gebet von Patre Nicola spricht mich besonders an? Warum?

 

Die heilige Familie von Gott erwählt

Zweiter Impuls: Die Heilige Familie – Kind - Mutter und Vater

  • Berufung Marias zur Mutter Gottes (Lk 1,26-38)
  • Berufung des Josef (Mt 1,18-25)
  • Die Flucht nach Ägypten (Mt 2, 13-15)
  • Der zwölfjährige Jesus im Tempel (Mt 1, 41-52)

Zwei Fragen für die Stille:

  • Was kennzeichnet die Familie Jesu?
  • Welche Merkmale finde ich in meiner Familie?

 

Die Familie im Glauben von Jesus Christus gestiftet

Dritter Impuls „Das Leben der jungen Gemeinde“

Alle die gläubig geworden waren, bildeten eine Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam................(Apg 2,44-47)

Zwei Fragen:

  • Was kennzeichnet die junge Gemeinde?
  • Wie erleben wir Kirche/unsere Gemeinde heute?

Gedanken:

Jesus hat die Solidarität mit uns bis zum Äußersten gelebt, indem er sich mit uns identifizierte, einer von uns – Mensch – wurde und für uns in den Tod ging. Jesus lebte für die anderen.

Eine Kirche, die auf ihm gründet, wird sich deshalb immer solidarisieren mit den anderen. (Robert Zollitsch)

 

Auch wenn bei einem Kirchenbau der Architekt das Seine tun muss, so ist doch am Ende die Kirche das, was diejenigen aus ihr machen, die sich in ihr versammeln, um Gott anzubeten. (Karl Rahner)

 

Frage für die Stille:

  • Welche Anregungen stecken in den oben geschriebenen Gedanken für uns heute?

 

Die Familie Don Boscos und Maria Mazzarello von Gott geschenkt

Vierter Impuls:

„Die Familie von Johannes Bosco und Maria D. Mazzarello“

Wir erkennen Don Bosco und Maria Mazzarello, aber.........

  • Was weiß ich über die Familie von Don Bosco?
  • Was weiß ich über die Familie von Maria Mazzarello?

 

Bedeutende Kindheitserfahrungen:

Don Bosco:

Als Johannes Bosco zwei Jahre alt ist, stirbt der Vater in jungen Jahren an einer Lungenentzündung. Mama Margherita sagt zu ihm: „Nun hast du keinen Vater mehr.“

Maria D. Mazzarello:

Maria Domenica (Main) hatte eine gute Beziehung zu ihrem Vater. Im kindlichen Alter fragt sie ihn: „Vater, was machte Gott, bevor er die Welt erschuf?“ Der Vater antwortete: „Er betrachtete sich selber, er liebte sich selber........

Frage für die Stille:

  • Wie hat die Familie unsere beiden Heiligen geprägt?

 

Don Bosco und Mutter Mazzarello haben uns einen großen Schatz übergeben: die Leidenschaft für die Jugend!

 

Fünfter Impuls: Die Don Bosco Familie - Gabe und Auf-Gabe

Die Don Bosco Familie in der Welt

Die Solidarität mit dem Weltweiten Werk!

Nach jeder Impulseinheit gab es auch die Möglichkeit des Austausches und der Diskussion. Auch das Angebot der Beichte bestand und am 24. hat Pater Toni uns den Maria Hilfsegen gespendet.

Die Fröhlichkeit kam aber auch nicht zu kurz. In gemütlicher Runde traf man sich am Samstag in der Kellerbar. Dort gab es einen guten Tropfen und es wurde kräftig gesungen. Dazu spielte Pater Toni auf der Gitarre. Der ein oder andere trug auch einen Witz oder auch einen lustigen Text vor. Die Zeit in Kevelaer war eine bereichernde Aus-Zeit vom Alltag. Wenn es die Gesundheit erlaubt, wollen sich alle im nächsten Jahr in Kevelaer wieder sehen. Der Termin für 2018 wurde für den 08. - 11.03. und für 2019 vom 28. - 31.03. festgelegt. Einen herzlichen Dank gilt besonders Sr. Rita Beier und Pater Anton Dötsch für die Durchführung der Exerzitien.

Wilhelm Hartmann, SMDB

Der heilige Johannes Bosco
Johannes-Bosco

Johannes Bosco wurde am 16. August 1815 in der Nähe von Turin geboren. Sein berühmtes Zitat: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" spiegelt die für ihn und seine erzieherische Tätigkeit kennzeichnende Grundhaltung [...]

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Schon Mitte des vorletzten Jahrhunderts erkannte Don Bosco die Bedeutung und Würde der Laien. Er bezog zahlreiche Frauen, darunter auch seine Mutter Margareta, und Männer als Lehrer, Ausbilder und Erzieher in sein Jugendwerk ein. Daraus erwuchs seine Idee des „Salesianers in der Welt“, der heutigen Salesianische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Don Boscos (SMDB).

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