Professkerzen

Neue Familienformen Thema bei den Ortsräten

Veröffentlicht am: 08. Juni 2015
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Neue Familienformen
SMDB-Wochenende in Jünkerath

Das Ortsrätetreffen am ersten Maiwochenende war für viele SMDBs der Anlass, den Weg Richtung Jünkerath einzuschlagen. Am jährlichen Treffen aller deutschen Ortsräte der SMDB nahmen mehr als 20 Personen teil.  

Der Studientag stand unter dem Thema „Gemeinsam leben. Wie sich die Lebens-  und Familienformen verändern – Herausforderungen und Aufgaben für die SMDB“. Pater Gesing bezeichnete die Familie als „wichtigen Ort der Sendung“. Die Organisatoren freuten sich, dass sie zu diesem Thema den Theologen Prof. Dr. Lechner zusammen mit seiner Familie aus Benediktbeuern einladen konnten. 

Am Anfang sprach Prof. Lechner über die Formen des Zusammenlebens, die im Laufe der Zeit einem Wandel unterlegen hätten. Als Pastoraltheologe beschäftigt sich Prof. Dr. Lechner mit den Herausforderungen der Christen und der Kirche heute. Herrn Lechner zufolge stelle sich für die Kirche die Aufgabe, auf geschichtliche Herausforderungen sowie auf gelebte Überzeugungen der Zeit einzugehen. Der Papst wolle, dass die Kirche an die pastoralen Ränder gehe, sodass eine Kultur der Begegnung entstehen könne. Daher müsse man in drei Schritten vorgehen: Sehen – Urteilen – Handeln. 

In unserer heutigen Zeit würden die neuen Formen der Lebensführung aus einem Prozess der Individualisierung resultieren. Der Mensch hätte heute in wichtigen Lebensbereichen Wahlmöglichkeiten, die es früher in dieser Form nicht für ihn gegeben hätte: die Wahl des Berufes, die Wahl des Partners (u.a.). Der Einzelne sei nun selbstverantwortlich für die eigene Lebensbiografie. Die Biografien würden damit freier aber auch riskanter. Auch das Versagen würde damit individualisiert werden. Demnach trage der Mensch selbst die Verantwortung für ein mögliches Versagen. Die Entscheidung für die eigene Familie werde damit zu einem freiwilligen Bekenntnis des Einzelnen. Das Thema lud zu einer anregenden Diskussion ein. Jeder Teilnehmer berichtete von seinen eigenen Erfahrungen und ließ sich auf neue Sichtweisen ein. 

In einem zweiten Teil bot Frau Pauline Lechner – eine langjährige Erziehungs- und Eheberaterin bei der Katholischen Jugendfürsorge Augsburg – einen tieferen Einblick in die sich verändernden Familienformen. Sie berichtete dabei von ihren praktischen Erfahrungen. „Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf“. Mit diesem Zitat verdeutlichte Frau Lechner, dass auch heute ein Dorf für die Erziehung eines Kindes notwendig sei. Dieses Dorf setze sich heutzutage aber aus Großeltern, Nachbarn, Freunde (u.a.) zusammen. Sie gab erste Ansätze, wo wir als SMDB tätig werden können und Familien in den verschiedensten Situationen unterstützen können. Oft würden kleine Gesten große Wirkung haben. 

Zum Ende des Tages ergriff Prof. Lechner wieder das Wort und referierte über Inhalte und Kontroversen der römischen Bischofssynode zu Ehe und Familie 2014/2015. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst am Sonntag trennten sich wieder die Wege der SMDBs, um ihre Eindrücke in die verschiedenen Ortszentren zu tragen und von den Tagen zu berichten.                                                                                             

Monika Hoffmann

Der heilige Johannes Bosco
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Johannes Bosco wurde am 16. August 1815 in der Nähe von Turin geboren. Sein berühmtes Zitat: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" spiegelt die für ihn und seine erzieherische Tätigkeit kennzeichnende Grundhaltung [...]

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Schon Mitte des vorletzten Jahrhunderts erkannte Don Bosco die Bedeutung und Würde der Laien. Er bezog zahlreiche Frauen, darunter auch seine Mutter Margareta, und Männer als Lehrer, Ausbilder und Erzieher in sein Jugendwerk ein. Daraus erwuchs seine Idee des „Salesianers in der Welt“, der heutigen Salesianische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Don Boscos (SMDB).

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