Wechsel im Amt der Nachhaltigkeitsbeauftragten der SDB
Katharina List ist seit Herbst die neue Nachhaltigkeitsbeauftragte der SDB. Sie hat für das Grüne Netzwerk Bosco ein paar Fragen beantwortet:
1. Freuen Sie sich auf Ihre neue Aufgabe als Nachhaltigkeitsbeauftragte der deutschen SDB?
Ich freue mich natürlich sehr auf die Aufgabe! Neben meiner „Haupttätigkeit“ in der Verwaltung von Don Bosco Ensdorf verspreche ich mir von der Tätigkeit als Nachhaltigkeitsbeauftragte viel. Den Blick über den Ensdorfer „Tellerrand“ zum Beispiel, da ich mit allen Einrichtungen in der Provinz in Kontakt treten darf und mit vielen Kolleg:innen aus allen Regionen Deutschlands zusammen arbeiten kann.
Aber auch thematisch freue ich mich sehr. Von meinem Studium her komme ich eigentlich genau aus der Richtung Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Energiewende usw. und bin sehr froh, dass ich in dem Themenspektrum arbeiten darf.
2. Warum ist Ihnen das Thema Nachhaltigkeit wichtig? Wann bzw. wie sind Sie mit dem Thema näher in Berührung gekommen?
Das Thema Nachhaltigkeit begleitet mich schon viele Jahre. In meinen beiden Studiengängen B.Sc. in Geographie und M.Sc. in Climate Change and Risk Management hatten Nachhaltigkeitsthemen einen ganz großen Anteil. Mein Master-Studium absolvierte ich in einem englischen Küstenort. Hier konnte man die Themen Umweltschutz und nachhaltiger Umgang mit dem, was die Erde uns bietet, nochmal ganz anders erleben. Die dortigen Dörfer und Siedlungen sind vom Klimawandel und dem Anstieg des Meeresspiegels sehr stark betroffen; teilweise müssen Menschen auf Grund der Küstenerosion heute schon umgesiedelt werden. Wenn das keine Motivation zum Handeln ist – na dann weiß ich auch nicht… Aber auch ganz persönlich liegt mir viel daran. Ich erhole mich am besten von einem langen Arbeitstag, indem ich mit meinen Kindern Zeit in der Natur verbringe. Was würde näher liegen, als genau das zu schützen?
3. Wie wollen Sie das Thema angehen? Was ist Ihnen besonders wichtig?
Ich bin der Überzeugung, dass die allermeisten Menschen eigentlich genau wissen, was im Sinne der Nachhaltigkeit und nachhaltiger Lebens- und Wirtschaftsweisen zu tun und zu lassen ist. Es fehlt aber oft an Motivation und an der Bereitschaft auch mal die Comfort-Zone zu verlassen.
Insofern denke ich, dass es das Wichtigste ist, das Thema immer und immer wieder präsent zu machen, zu „nerven“, damit neue Routinen geschaffen werden und nachhaltige Verhaltensweisen irgendwann das „neue Normal“ sind. Außerdem ist mir sehr wichtig, dass all diejenigen, die sich ganz besonders für das Thema einsetzen, Möglichkeiten zur Vernetzung, zum Austausch und zur gegenseitigen Inspiration und Unterstützung haben. Als Nachhaltigkeitsbeauftragte kann ich hier maßgeblich dazu beitragen (so hoffe ich 😊).
4. Wo sehen Sie besondere Herausforderungen, das Thema bei den Salesianern voranzubringen?
Für mich persönlich liegt die Herausforderung erstmal darin, in die vielen Einrichtungen die Kontakte herzustellen. Manche Einrichtungen sind bereits super aktiv, was das Thema betrifft. In anderen Einrichtungen gibt es noch nicht mal Ansprechpartner:innen, geschweige denn Aktivitäten dazu. Das alles muss neben meiner Haupttätigkeit bei Don Bosco Ensdorf passieren. Allerdings bin ich sehr optimistisch, gerade auch, weil es bereits tolle Initiativen, Gruppierungen und Aktionen gibt und sehr engagierte Mitarbeiter:innen und Ehrenamtler:innen bei den SDB arbeiten und mitwirken!
Liebe Frau List, vielen Dank für Ihre Antworten und viel Erfolg bei Ihrer neuen Aufgabe!
Die Fragen für das Grüne Netzwerk Bosco stellte Monika Glaser SMDB, Berlin.
